Von Mallorca nach Bari 2019

Nach der tollen Erfahrung mit der ersten Selection-Reise 2017 "Winter im hohen Norden" und Enttäuschung mit AIDAprima im Januar 2018 entschlossen wir uns schon relativ früh, 2019 wieder auf eine Selection-Reise zu setzen: "Von Mallorca nach Bari" mit AIDAcara im Herbst 2019. Gebucht wurde auf unserer letzten Tour mit AIDAdiva im Mai 2018 - zum einen, um sich zusätzliches Bordguthaben zu sichern; zum anderen um sicher zu gehen, eine Kabine auf dieser Reise zu bekommen. Eineinhalb Jahre hatten wir nun Zeit, uns auf diese tolle Reise zu freuen.

Erster Tag, Sonntag, 29.9.2019 - Palma de Mallorca

 

Von Frankfurt ging es via Tuifly nach Palma de Mallorca. Leider konnten wir aufgrund einer Reparatur des Flugzeugs erst eine Stunde später als geplant abheben. Zwar hatte ich Plätze rechtzeitig reserviert, allerdings die Reihe im Flugzeug erwischt, wo es kein Fenster auf unserer Seite gab, so dass wir uns ohne Ablenkung den Sicherheitshinweisen und Verkaufsangeboten des Bordpersonals widmen konnten. Mit noch 40 Minuten Verspätung landeten wir auf Mallorca. Weitere 90 Minuten dauerte es, bis wir unsere Koffer hatten und durch den Check-In am Schiff durch waren. Nun war es 16 Uhr und damit kaum noch Zeit, sich Palma anzuschauen, da wir für 19:00 eine Reservierung im Selection-Restaurant hatten. Also schmissen wir unseren Plan um und verbrachten den Nachmittag bei angenehmen Temperaturen und ohne Stress an Bord von AIDAcara.

Das Auslaufen war für 22 Uhr angesetzt, verzögerte sich aber etwas, da vor uns   noch "Mein Schiff XY" den Hafen verließ. Gegen 22:30 Uhr hieß es dann für uns "Leinen los!" für unsere spätsommerliche Mittelmeertour.


Guten Morgen AIDAcara!
Guten Morgen AIDAcara!

2. Tag - Montag, 30.9.2019 - Seetag

 

Ein Seetag dient immer dazu, sich etwas von der Anreise zu erholen und das Schiff kennzulernen. Da wir die Cara in- und auswendig kannten, konnten wir es uns gleich bei herrlichen Temperaturen und Sonnenschein an deck gemütlich machen. An dieser Stelle etwas Informationen zum Schiff: AIDAcara befindet sich in einem guten Zustand und wirkt sehr gepflegt - sowohl innen, als auch außen - die 23 Jahre (Stand 2019) sieht man dem ältesten Schiff der Kussmundflotte nicht an. Auch innen wurde behutsam renoviert - die Kabinen allerdings könnten bei einem der nächsten Werftbesuche ein Design-Update vertragen. Dazu hatten wir in unserer Kabine Probleme mit der Klimaanlage, die nicht richtig kühlte und zu laut war. Trotz Info an der Rezeption gelang es nicht, diesen Mangel während der gesamten Reise abzustellen - auch gab es keine Rückfrage von der Rezeption, ob der Mangel erledigt sein. 2017 funktionierte das besser...

Einlaufen in Palermo
Einlaufen in Palermo

3. Tag - Dienstag, 1.10.2019 - Palermo

 

Eins vorneweg: Palermo war die Enttäuschung auf dieser Reise - glücklicherweise die einzige. Aber warum? 

Das Wetter war gut und wir verliessen relativ früh das Schiff. Neben uns waren noch zwei andere Kreuzfahrer im Hafen. Schon auf dem Hafengelände wurden wir von Promotoren der einzelnen Ausflugsanbieter angesprochen. Die Anzahl der Ansprachen und die Penetranz steigerte sich, je näher wir dem Hafenausgang kamen. Böses Fehler: Stehen bleiben, denn dann kann man ihnen nicht entfliehen.

Wir schlenderten in Richtung City, immer mal wieder raste ein Motorroller an uns vorbei. Die Dinger gibt es in Palermo gefühlt millionenfach - sie sind laut, stinken nach dem Zweitaktergemisch und die Fahrer sind überwiegend rücksichtslos. Leider gibt es in Palermo in der City keine richtige Fussgängerzone; die Bürgersteige sind relativ eng. Man muss immer und überall aufpassen, dass man nicht von einem Auto oder Roller über den Haufen gefahren wird. 


Möchte man die Strasse überqueren, muss man einfach auf die Strasse laufen - sonst hält kein Auto an. Dazu kommt, dass fast überall Müll auf der Strasse liegt - dazu kommt der Abgasgestank der Autos und Motorroller. Schön anzuschauen ist hingegen die Kathedrale in der Innenstadt - eines der wenigen fotogenen Motive in Palermo - alle Sizilianer mögen mir das harte Urteil verzeihen.  Nach gute 4 1/2 Stunden Schlendere durch die sizilianische Metropole machten wir uns wieder auf dem Weg zurück zum Schiff. Den Rest des Tages verbrachten wir bei angenehmen Temperaturen auf dem Pooldeck. Gegen 21 Uhr hieß es "Leinen los" und auf zum nächsten Ziel unserer Reise: Die Vulkaninsel Lipari.

Die Kathedrale von Palermo
Die Kathedrale von Palermo

4. Tag - Mittwoch, 2.10.2019 - Lipari

 

Heute hieß es früh aufstehen, um den Anlauf in Lipari nicht zu verpassen. Lipari ist eine kleine italienische Vulkaninsel - der Hafen ist für ein Kreuzfahrtschiff viel zu klein, so dass wir (das erste mal seit 2010) wieder Tendern durften. Wir hatten den Ausflug zur Insel Vulcano gebucht, der uns eine Fahrt mit einem Schiff zu eben dieser Vulkaninsel und einen anschliessenden Spaziergang über die Insel versprach. 

Man traf sich um 10 Uhr im Theater und wurde in kleinen Gruppen durch das Crew-Treppenhaus zur Tenderpforte auf Deck 3 geführt. Kurz darauf legte das Tenderboot ab und nach knapp 5 Minuten standen wir im Hafen von Lipari um gleich darauf auf das Ausflugsschiff zu wechseln. Da wir in der zweiten Tendergruppe waren, kamen wir leider etwas zu spät, so dass die Plätze auf dem Aussendeck des Schiffes leider besetzt waren.

 

Recht flott ging es dann von Lipari aus in Richtung Vulcano. Allerdings ging es nicht direkt in den Hauptort der Insel, sondern wir umfuhren die Insel bevor es in den Hafen ging. Der angekündigte Spaziergang führte uns in die touristische "Hauptstrasse" der Insel; hier befanden sich praktisch alle Bars, Restaurants und Souvenirshops. Einen Zwischenstop machten wir in der "Gecko-Bar", wo wir ein einheimisches Eis testen durften. Den Spaziergang setzten wir ohne den erst der Gruppe vor - bei knapp zwei Stunden Aufenthalt hatten wir keine Lust auf Verkaufsveranstaltungen in Weinläden. 

Viel zu sehen gibt es auf der Insel außer den Vulkan nicht - den konnten wir in der kurzen Zeit nicht erreichen. Schließlich landeten wir am "schwarzen Strand", an dem wir die Füsse ins Wasser streckten und die Sonne genossen.

Mittels Speedboot ging es wieder zurück nach Lipari. Da wir noch genug Zeit hatten, schlenderten wir durch die Stadt und hinauf auf zur alten Festung, von der man einen phantastischen Blick auf die Stadt und die anderen Inseln hatten. Langsam ging es nun wieder runter zum Hafen, wo wir auf das Tenderboot warteten. Um die Wartezeit angenehmer zu gestalten, bot AIDA den Gästen Limonade an - netter Service, wie ich finde. Der erst des Tages wurde entspannt - um 19 Uhr setzten wir unseren Weg fort: Das nächste Ziel: Catania auf Sizilien.

Vulkanfelsen mitten im Meer
Vulkanfelsen mitten im Meer

5. Tag -  Donnerstag, 3.10.2019 - Catania

 

Der Etna begrüßte uns schon bei der Hafeneinfahrt in die sizilianische Großstadt Catania. Übrigens gleich vorneweg: Von hier aus hat man den besten Blick auf den Vulkan - selbst wenn man einen Ausflug dahin bucht, sieht man ihn nicht besser - man ist nur näher dran.

Wir entschlossen uns heute wieder mal für eine Tour auf eigene Faust. Allerdings hatten wir einen Liegeplatz im Containerbereich des Hafens, den man als Fussgänger nicht passieren durfte. Aus dem Grund verkehrten bis in die Innenstadt kostenfreie Shuttlebusse, was sich im Nachhinein auch als gute Sache rausstellte.

Nach einer Viertelstunde Fahrt wurden wir am örtlichen Busbahnhof hinausgelassen und standen, nachdem wir einen etwas verwahrlosten park durchquert hatten, direkt auf dem großen Platz mit der Elefantenstatue: Dem Piazza del Duomo. An dieser Stelle der Hinweis: Hier treiben sich viele Straßenhändler rum, von denen man angesprochen und in Gespräch verwickelt wird

Wir ließen uns durch die App Tripwolf durch die Stadt treiben um schließlich im alten römischen Amphietheater zu landen. 

Sehr beindruckend, wie dieses Bauwerk wieder ausgegraben und rekonstruiert wurde.

Insgesamt machte der Stadt auf uns einen angenehmeren Eindruck als Palermo; nicht ganz so laut und nicht ganz so dreckig - auch architektonisch ansprechender. Auch ist es sinnvoll, so früh wie möglich raus zu gehen: In den südlichen Ländern tut sich vor 10 Uhr relativ wenig - bedeutet: Es sind kaum Menschen auf der Straße. Wer nicht so auf Hektik steht und gerne fotografiert, sollte diesen Rat beherzigen. Vielleicht noch ein Hinweis an alle, die den Etna besuchen wollen: Denkt an warme Kleidung - der Vulkan ist 3000 Meter hoch und selbst auf 2000 Meter, wo man hingebracht wird herrschten an diesem Tag knapp 0 Grad - also Flip Flops und Shorts bitte an Bord lassen - es wurde berichtet, dass tatsächlich Leute nicht dran gedacht hatten und kurzärmelig unterwegs waren...

Zum frühen Nachmittag waren wir wieder an Bord und genossen bei Sonnenschein die milden Temperaturen mit einem Aperol Sprizz auf dem Pooldeck. 

 

Blick auf den Etna bei Catania/Sizilien
Blick auf den Etna bei Catania/Sizilien

7. Tag - Samstag,  5.10.2019 - Piräus/Athen

 

Nach einem relativ ereignislosen Seetag erreichten wir Piräus, en Hafen von Athen. Mit etwas Verspätung aufgrund des starken Schiffsverkehrs in diesem Hafen konnten wir anlegen.Gebucht war heute nur ein Transfer nach Athen mit dreistündigem Aufenthalt. Die Fahrt nach Athen dauerte etwa 20 Minuten - da wir an einem Samstag Morgen unterwegs waren, war auch relativ wenig Verkehr.Der Bus ließ uns in der Nähe zur Akropolis raus . 

Natürlich stellten wir uns die Frage - muss man auf die Akropolis? Und ich denke, wenn man einmal in Athen ist: Dann ja. Nur wer das macht, sollte gewarnt sein: Es gibt drei Ticket-Häuschen und einen Automaten. Die Schlangen sind lang ( wir warteten am Automaten ca. 45 Minuten) und man muss noch die zeit zum Aufsteigen einberechnen - also nochmal gut 15-20 Minuten. Der Eintritt beträgt 20 Euro (Oktober 2019) pro Kopf und Nase - meiner Meinung nach nah an der Abzocke....

Oben auf der Akropolis finden sich dann die Menschenmassen: Selfiesüchtige Instagramer, respektlose alte Säulen-Antatscher oder halt Leute, die sich rücksichtslos an einem vorbeidrängeln, um als erster oben zu sein. Und wohlgemerkt: Es war keine Saison - das soll im Sommer noch schlimmer sein. Deswegen mein Rat: überlegt Euch das mit der Akropolis gut - denn für was anderes habt Ihr dann keine Zeit mehr. Fazit: drei Stunden in Athen gewesen und nur die Akropolis gesehen. Entweder man organisiert die Anreise in die Stadt selber und hat dann mehr Zeit oder man sucht sich einen anderen Ausflug aus. Aber immerhin: Die Ruinen der alten Tempel sind beeindruckend.

Ganz schön was los auf der Akropolis
Ganz schön was los auf der Akropolis

Den Rest des schönen sonnigen Tages genossen wir an Bord. Gegen 20 Uhr legte AIDAcara mit  Unterstützung des Schleppers "Alexander 5" ab, um auf das nächste Ziel der Reise Kurs zu nehmen: Volos

 

8. Tag - Sonntag, 6.10.2019 - Volos

 

Auch in Volos blieb uns das Glück in Form von angenehmen Temperaturen und Sonnenschein treu. Von Volos selber würden wir nicht viel sehen, da wir einen Ausflug nach zu den Meteora-Klöstern gebucht hatten. Info für alle, die Volos auf eigene Faust erkunden möchten: Der Hafen ist weit von der Stadt entfernt - es wird (nicht von AIDA) ein Shuttle angeboten, der Gerüchten nach kostenpflichtig war. 

Für uns ging es nun auf die zweistündige Busfahrt nach Kalambaka, dem Ort unterhalb der Klöster. Zum Ablauf des Ausflugs: Es wird erst kurz vorher entschieden, welche zwei Klöster besucht werden, um den Ansturm der Touristen besser zu verteilen. Zum Ausflug gehört ein landestypisches Mittagessen (welches bei uns leider erst gegen 16 Uhr stattfand). In den Klosterkirchen darf NICHT fotografiert werden - da wird auch drauf geachtet. Frauen müssen Röcke tragen (können am Eingang ausgeliehen werden).

Die Busfahrt dauerte ca. zwei Stunden und führte durch ziemlich unspektakulären Gelände. Der Lektor und der Guide versuchten, die Zeit durch Informationen über Land und Leute zu verkürzen. 

Da Anzahl von Menschen, die die Meteora-Klöster besuchen, ist groß. Alleine von unserem Schiff 10 Reisebusse. Aus diesem Grund war es in den Klöstern auch recht voll. Insbesondere wenn man mit 50 Leuten in den recht kompakten Klosterkirchen steht, wird es unangenehm. Entschädigt wird man von dem atemraubenden Ausblick, den man von den Klosterterrassen hat. 

Allerdings hatten wir nicht viel Zeit: Ca. 45 Minuten hatten wir vor Kloster zur Verfügung; zur freien Verfügung sogar nur 15 Minuten.

Das zum Ausflug gehörende Mittagessen konnten wir dann erst gegen 16 Uhr einnehmen. Ich hätte das zu dem Zeitpunkt nicht mehr gebraucht - der große Hunger war zu da schon verflogen. In diesem Restaurant hatten wird dann noch eine Stunde Aufenthalt, bis es wieder zurück zum Schiff ging. Gerade noch rechtzeitig als vorletzter Bus kamen wir im Hafen an - praktisch hinter uns wurde die Gangway eingezogen.

 

9. Tag - Montag, 7.10. 2019 - Kavala 

 

Heute hatten wir nicht soviel Glück mit dem Wetter: Und empfing in Kavala ein schöner Dauerregen - aber auch dies war dann mal eine nette Abwechslung. Geplant hatten wir die Besichtigung der Altstadt - und dafür liegt der Hafen sehr günstig - direkt am Beginn der Altstadt. Sehr sehenswert ist im übrigen die Festung von Kavala, von der man einen tollen Blick über die Stadt und das Meer hat und das römische Aquädukt, welches noch gut erhalten in der Altstadt besichtigt werden kann. Aber Achtung bei Nässe: Das Pflaster in Kavala ist höllisch glatt - insbesondere bei Regen; also  sind Schuhe mit gutem Profil obligatorisch. Ich hatte leider die falschen Schuhe an und musste Bekanntschaft mit dem harten Boden machen und stürzte - glücklicherweise ohne Folgen.


Auch schön ist die Hafenpromenade, an der man bei schönem Wetter gut entlang schlendern kann. Wer baden möchte kann dies hier an einem schönen kleinen Sandstrand tun - mit Blick auf den Hafen und das Schiff. Aufgrund des Regens und der Temperaturen verzichteten wir darauf und machten und zurück auf den Weg zum Schiff.

Am Abend stand ein weiteres Highlight auf dem Programm: Die "Kitchenparty" im Selection-Restaurant. Das besondere an der Kitchenparty: Im Restaurant spielt eine Band, die Gäste holen sich ihr Essen persönlich in der Küche ab, bzw. können auch direkt in der Küche essen; Getränke werden nachgeschenkt, so oft man will - und wer noch hungrig ist, kann sich noch eine Portion holen - alles kein Problem. Insgesamt ein toller und unterhaltsamer Abend, der auch der Crew Spaß machte. Für uns die erste Kitchen-Party, aber sicher nicht die letzte.

An dieser Stelle nochmals ein Dank an Crew vom Selection-Restaurant auf dieser Reise. Gegen halb 10 Uhr abends endete die feucht-fröhliche Veranstaltung im Restaurant. Auf uns wartete morgen allerdings schon ein weiterer Höhepunkt auf unserer Reise: Der Overnight-Stop auf der bekannten griechischen Ferieninsel Mykonos.


10./11. Tag - Dienstag/Mittwoch - 8.10-9.10.2019 -Mykonos

 

Der Overnight-Stopp in Mykonos war einer der Gründe, weswegen wir uns für diese Reise entschieden hatten. Nicht zu Unrecht, denn der Aufenthalt hier sollte sich als echtes Highlight herausstellen. Auch hier in Mykonos mussten wir wieder tendern, denn beide Liegeplätze waren bereits mit anderen Kreuzfahrtschiffen belegt. Das war auch gar nicht so schlecht, denn die Tenderboote bringen einen direkt in den alten Hafen von Mykonos und man ist direkt in der Stadt - der Fussmarsch vom Liegeplatz der anderen Kreuzfahrtschiffe zieht sich hingegen.

Mit uns waren über den Tag gesehen noch drei andere Schiffe vor Ort, die Cara war das einzige Schiff mit einem Overnight. 

 

Mit einem der ersten Tenderboote konnten wir übersetzen, die Fahrt dauerte länger als bei den anderen Tenderbootfahrten, da das Schiff relativ weit vor der Insel lag. Wir hatten einen geführten Stadtrundgang gebucht, um einen ersten Überblick über Mykonos-Stadt zu bekommen. Es ist zu empfehlen, so einen Ausflug recht früh zu machen, da es da in der Stadt noch recht leer ist - später wird es voll. Der Rundgang ging über "Little Venice" und die berühmten Windmühlen direkt durch die Altstadt und die engen Gassen von Mykonos-Stadt und endete nach ca. 90 Minuten wieder im Hafen.

 

Überblick über Mykonos
Überblick über Mykonos

Danach machten wir uns nochmal selber auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Mit späterer Uhrzeit wurde es auch immer voller - neben den Kreuzfahrttouristen kamen jetzt auch die Individualurlauber aus ihren Hotelzimmern. Obwohl wir fanden, dass viel los sei, wurde uns versichert, dass Nebensaison sei und es deswegen auch ruhiger wäre... - für uns ein Hinweis, dort nicht in der Hauptsaison aufzuschlagen. 

Gegen Mittag fuhren wir mit dem Tenderboot zurück zum Schiff, um den Nachmittag an Bord zu verbringen und zu planen, wo wir am Abend noch hingehen wollten - die Chance, Sonnenuntergangsfotos auf Mykonos zu machen, wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

 

Gegen 17 Uhr ging es wieder zurück auf die Insel. Natürlich war es deutlich leerer, als am Vormittag - so konnte ich noch einige Dinge fotografieren, die morgens nicht möglich waren, da zu viele Leute unterwegs waren. Auf unserem Weg durch die Altstadt trafen wir übrigens viele Katzen - insbesondere auf Mykonos leben viele streunende Katzen, die in der Altstadt auf einen warten.

 

Pünktlich zum Sonnenuntergang waren wir auch wieder an den bekannten Windmühlen - und natürlich nicht alleine. Trotz der Menschenmassen gelang es mir, das ein oder andere tolle Bild zu schiessen. Nach einem Schlenker über die Hafenpromenade ging es gegen 20 Uhr wieder zurück zum Schiff, wo es deutlich leerer war als sonst. Wahrscheinlich nutzen viele die Gelegenheit, den Abend und die Nacht auf Mykonos zu verbringen. Kein Problem, wenn man den entsprechenden Geldbeutel hat, denn billig ist es dort nicht...


Am nächsten Tag hatten wir einen Ausflug zur Insel Delos geplant. Mittels eines Ausflugsbootes ging es in einer gut halbstündigen Fahrt zur Insel, auf der sich die Ruinenstadt befindet. Die einfache Fahrt (Hin- und Zurück) kostet 20 Euro (Stand 2019). Dazu kommt der Eintritt auf die Insel. Dafür bekommt man ein UNESCO-Weltkulturerbe mit vielen Ruinen und einer tollen Aussicht über die Insel und die Umgebung. Bei Besuch im Sommer bitte an einen Sonnenschutz denken; schattige Plätze gibt es hier so gut wie nicht.

Nach 2 1/2 Stunden ging es mit dem Schiff wieder zurück nach Mykonos, wo wir auf der Suche nach Urlaubssouvenirs und den unvermeidlichen Kühlschrankmagneten noch den berühmtesten Einwohner von Mykonos trafen: Petros, den Pelikan!

 

Der Star von Mykonos: Pelikan Petros
Der Star von Mykonos: Pelikan Petros

Der ein oder andere wird sich fragen, was ein Pelikan auf einer griechischen Insel verloren hat. Nur soviel: Petros ist sozusagen das Maskotten von Mykonos. Einer seiner Vorfahren wurde der Insel von Jacky Onassis geschenkt. Seitdem treibt immer mindestens ein Pelikan sein Unwesen auf Mykonos.

Wer Petros auch treffen will: Angeblich trifft man ihn gerne in der Nähe von Little Venice oder am oder in der Nähe des Hafens - dort wird Petros von örtlichen Restaurantbetreibern mit frischem Fisch versorgt.

 

Da man das nicht mehr toppen konnte, machten wir uns auf den Weg zum Hafen, um ein letztes Mal mit dem Tenderboot zu AIDAcara überzusetzen.

Den Rest des Nachmittages verbachten wir an Bord und gegen 17 Uhr setzten wir unsere Reise in Richtung der nächsten griechischen Insel fort: Korfu.

 

 

13. Tag - Freitag, 11.10.2019 - Korfu

 

Korfu  war nach 2015 das zweite mal Ziel einer unserer Reisen. Nachdem wir uns beim letzten Mal Korfu-Stadt angeschaut hatten, wollten wir dieses Mal etwas mehr sehen und nahmen den Hopp on Hopp off-Bus.  Kurz gesagt: Hätte man sich schenken können - zumindest die eine Linie. Da wir früh morgens unterwegs waren, war noch nicht soviel Verkehr, und kamen somit schnell voran. Der Bus fährt in einen Außenbezirk von Korfu-Stadt, wo anscheinend ein großes Hotel ist. Viel interessantes zu sehen gibt es auf dieser Tour leider nicht. Interessantester Halt dürfte die Festung sein. Wir drehten eine Runde mit dem Bus 


und steigen dann an der Festung aus, die wir 2015 nicht besucht hatten. Der Eintritt ist moderat und die Festungsanlage riesig. Allerdings gibt es außer einer schönen Aussicht auf die Stadt und den Hafen wenig zu sehen. Um diese Aussicht zu genießen, muss man auf den Berg mit dem Leuchtturm hinauflaufen. Danach ging es den gleichen Weg wieder zurück und aus der Festung heraus in die Altstadt, wo mittlerweile schon ein großes Gewusel herrschte. In einem kleinen Seitengässchen kauften wir in einem Souvenirladen Aufkleber und Magneten und machten uns dann zu Fuss zurück zum Schiff. Der Weg zu Fuss in die Altstadt und der Festung ist übrigens zu Fuss gut zu schaffen; der von AIDA angebotene kostenpflichtige Shuttle kein Muss - zumindest dann, wenn die Außentemperaturen im angenehmen Bereich bleiben.s

Phantastische Aussicht auf Korfu-Stadt
Phantastische Aussicht auf Korfu-Stadt

Mittlerweile hatten am Hafen zwei weitere große Schiffe von MSC angelegt, die beinahe zeitgleich ihre Gäste ausspuckten. Es ist schon ein Erlebnis, wenn einem knapp 7000 Menschen auf einmal entgegen kommen... Da lob ich mir doch unser kleines feines Schiffchen.  Man beachte im nächsten Bild übrigens den Größenvergleich - und die MSC Magnifica ist noch nicht mal eines der größten Kreuzfahrtschiffe...

Den Rest des Nachmittages verbachten wir an Bord, um das Auslaufen genießen zu können. Darüber hinaus mussten wir langsam auch ans Packen denken, den übermorgen würde diese tolle Reise in Bari enden...

 

14. Tag - Samstag, 12.10.2019 - Kotor

 

Das letzte Highlight der Reise erwartete uns in Montenegro: Die Einfahrt nach Kotor durch eine fjordähnliche Landschaft. Die Sonne schien und der Dunst erhob sich langsam vom Wasser. Man hatte tatsächlich das Gefühl, in Norwegen zu sein. Die Einfahrt nach Kotor dauert ca. eine Stunde. Auch in Kotor mussten wir wieder Tendern, den einzigen Liegeplatz hatte sich die MSC Magnifica gesichert. In Kotor wurden erstmalig Tendertickets ausgegeben und wir konnten mit dem ersten Tenderboot das Schiff verlassen. Ziel war es, sich die Altstadt anzuschauen und dann um 13:00 einen Ausflug zur Kapelle St. Marien in der Bucht von Kotor und dem Örtchen Perast anzutreten.

Leider ist Kotor mittlerweile ähnlich überlaufen wie Dubrovnik. Zwar lagen nur zwei Schiffe im Hafen, aber es waren anscheinend noch genug Individualtouristen in der Stadt, die mit ihren Selfiesticks und ihrem Drang, an jeder Stelle ein Instagram-Bild zu schießen, nervten. Trotz allem: Eine schöne alte Stadt, überwiegend gut erhalten - leider halt viel zu voll.

 

Wie ein Beiboot: AIDAcara liegt vor MSC Magnifica
Wie ein Beiboot: AIDAcara liegt vor MSC Magnifica

Mittels Ausflugsboot ging es dann in einer gut 45-minütigen Fahrt durch die Bucht von Kotor zur Marienkapelle, die auch besichtigt werden konnte. Allerdings macht das bei den ganzen Ausflugsgruppen nur begrenzt Spaß - man wird durch das kleine Kirchlein durchgeschoben, ohne viel sehen zu können. Danach ging es an das Ufer nach Perast, wo wir eine knappe Stunde zur freien Verfügung hatten. Viel zusehen gibt es hier nicht - der Ort ist nicht groß, aber schön gelegen - die Dreiviertelstunde verging sehr schnell. Mittels Boot ging es wieder zurück nach Kotor wo wir dann auch direkt wieder aufs Schiff gingen. Letzter Hafen, letzter Ausflug - Mission completed.

Nach dem Auslaufen und dem Abendessen stand dann noch der emotionale (neu arrangierte) Farewell-Show auf dem Programm, ehe wir uns in die Kabine zurückzogen um am morgigen Abreisetag auch früh fit zu sein.

Farewell-Show auf AIDAcara
Farewell-Show auf AIDAcara

15. Tag - Sonntag - 13.10.2019 - Bari

 

Das Ende einer Reise ist immer ein komisches Gefühl: Wenn man das letzte Mal zum Frühstück geht oder das letzte Mal aus seiner Kabine rausgeht...

Da unser Flug nach Frankfurt relativ früh ging, wurden wir auch zeitig abgeholt. Der Transfer klappte gut, was ich allerdings nicht so toll fand, dass wir am Flughafen unser Gepäck auf der Straße aus dem Bus zerren mussten, wo in einem halben Meter Entfernung die Autos an uns vorbeirauschten - sehr gefährlich.

Noch eine Anmerkung zu dem Flughafen und den Sicherheitskontrollen: Während man in Frankfurt durch einen Ganzkörperscanner gejagt wird und alle elektronischen Geräte separat durchleuchten lassen muss, interessiert das in Italien niemand. Selbst 1l-Wasserflaschen mit AIDA-Banderole konnten ohne Probleme durch den Sicherheitscheck mitgenommen werden. Da fragt man sich teilweise, was das alles soll...

 


Fazit: Eine tolle Reise mit Zielen, die so von AIDA nicht oft angefahren wird. Auffällig: Eine sehr entspannte und relaxte Atmosphäre an Bord, kaum Probleme einen Platz im Restaurant zu finden und eine überwiegend gut gelaunte und motivierte Crew. So macht das ganze Spaß - Fortsetzung folgt demnächst!

Das Reisevideo