Von Mallorca nach Bari 2019

Nach der tollen Erfahrung mit der ersten Selection-Reise 2017 "Winter im hohen Norden" und Enttäuschung mit AIDAprima im Januar 2018 entschlossen wir uns schon relativ früh, 2019 wieder auf eine Selection-Reise zu setzen: "Von Mallorca nach Bari" mit AIDAcara im Herbst 2019. Gebucht wurde auf unserer letzten Tour mit AIDAdiva im Mai 2018 - zum einen, um sich zusätzliches Bordguthaben zu sichern; zum anderen um sicher zu gehen, eine Kabine auf dieser Reise zu bekommen. Eineinhalb Jahre hatten wir nun Zeit, uns auf diese tolle Reise zu freuen.

Erster Tag, Sonntag, 29.9.2019 - Palma de Mallorca

 

Von Frankfurt ging es via Tuifly nach Palma de Mallorca. Leider konnten wir aufgrund einer Reparatur des Flugzeugs erst eine Stunde später als geplant abheben. Zwar hatte ich Plätze rechtzeitig reserviert, allerdings die Reihe im Flugzeug erwischt, wo es kein Fenster auf unserer Seite gab, so dass wir uns ohne Ablenkung den Sicherheitshinweisen und Verkaufsangeboten des Bordpersonals widmen konnten. Mit noch 40 Minuten Verspätung landeten wir auf Mallorca. Weitere 90 Minuten dauerte es, bis wir unsere Koffer hatten und durch den Check-In am Schiff durch waren. Nun war es 16 Uhr und damit kaum noch Zeit, sich Palma anzuschauen, da wir für 19:00 eine Reservierung im Selection-Restaurant hatten. Also schmissen wir unseren Plan um und verbrachten den Nachmittag bei angenehmen Temperaturen und ohne Stress an Bord von AIDAcara.

Das Auslaufen war für 22 Uhr angesetzt, verzögerte sich aber etwas, da vor uns   noch "Mein Schiff XY" den Hafen verließ. Gegen 22:30 Uhr hieß es dann für uns "Leinen los!" für unsere spätsommerliche Mittelmeertour.


Guten Morgen AIDAcara!
Guten Morgen AIDAcara!

2. Tag - Montag, 30.9.2019 - Seetag

 

Ein Seetag dient immer dazu, sich etwas von der Anreise zu erholen und das Schiff kennzulernen. Da wir die Cara in- und auswendig kannten, konnten wir es uns gleich bei herrlichen Temperaturen und Sonnenschein an deck gemütlich machen. An dieser Stelle etwas Informationen zum Schiff: AIDAcara befindet sich in einem guten Zustand und wirkt sehr gepflegt - sowohl innen, als auch außen - die 23 Jahre (Stand 2019) sieht man dem ältesten Schiff der Kussmundflotte nicht an. Auch innen wurde behutsam renoviert - die Kabinen allerdings könnten bei einem der nächsten Werftbesuche ein Design-Update vertragen. Dazu hatten wir in unserer Kabine Probleme mit der Klimaanlage, die nicht richtig kühlte und zu laut war. Trotz Info an der Rezeption gelang es nicht, diesen Mangel während der gesamten Reise abzustellen - auch gab es keine Rückfrage von der Rezeption, ob der Mangel erledigt sein. 2017 funktionierte das besser...

Einlaufen in Palermo
Einlaufen in Palermo

3. Tag - Dienstag, 1.10.2019 - Palermo

 

Eins vorneweg: Palermo war die Enttäuschung auf dieser Reise - glücklicherweise die einzige. Aber warum? 

Das Wetter war gut und wir verliessen relativ früh das Schiff. Neben uns waren noch zwei andere Kreuzfahrer im Hafen. Schon auf dem Hafengelände wurden wir von Promotoren der einzelnen Ausflugsanbieter angesprochen. Die Anzahl der Ansprachen und die Penetranz steigerte sich, je näher wir dem Hafenausgang kamen. Böses Fehler: Stehen bleiben, denn dann kann man ihnen nicht entfliehen.

Wir schlenderten in Richtung City, immer mal wieder raste ein Motorroller an uns vorbei. Die Dinger gibt es in Palermo gefühlt millionenfach - sie sind laut, stinken nach dem Zweitaktergemisch und die Fahrer sind überwiegend rücksichtslos. Leider gibt es in Palermo in der City keine richtige Fussgängerzone; die Bürgersteige sind relativ eng. Man muss immer und überall aufpassen, dass man nicht von einem Auto oder Roller über den Haufen gefahren wird. 


Möchte man die Strasse überqueren, muss man einfach auf die Strasse laufen - sonst hält kein Auto an. Dazu kommt, dass fast überall Müll auf der Strasse liegt - dazu kommt der Abgasgestank der Autos und Motorroller. Schön anzuschauen ist hingegen die Kathedrale in der Innenstadt - eines der wenigen fotogenen Motive in Palermo - alle Sizilianer mögen mir das harte Urteil verzeihen.  Nach gute 4 1/2 Stunden Schlendere durch die sizilianische Metropole machten wir uns wieder auf dem Weg zurück zum Schiff. Den Rest des Tages verbrachten wir bei angenehmen Temperaturen auf dem Pooldeck. Gegen 21 Uhr hieß es "Leinen los" und auf zum nächsten Ziel unserer Reise: Die Vulkaninsel Lipari.

Die Kathedrale von Palermo
Die Kathedrale von Palermo

4. Tag - Mittwoch, 2.10.2019 - Lipari

 

Heute hieß es früh aufstehen, um den Anlauf in Lipari nicht zu verpassen. Lipari ist eine kleine italienische Vulkaninsel - der Hafen ist für ein Kreuzfahrtschiff viel zu klein, so dass wir (das erste mal seit 2010) wieder Tendern durften. Wir hatten den Ausflug zur Insel Vulcano gebucht, der uns eine Fahrt mit einem Schiff zu eben dieser Vulkaninsel und einen anschliessenden Spaziergang über die Insel versprach. 

Man traf sich um 10 Uhr im Theater und wurde in kleinen Gruppen durch das Crew-Treppenhaus zur Tenderpforte auf Deck 3 geführt. Kurz darauf legte das Tenderboot ab und nach knapp 5 Minuten standen wir im Hafen von Lipari um gleich darauf auf das Ausflugsschiff zu wechseln. Da wir in der zweiten Tendergruppe waren, kamen wir leider etwas zu spät, so dass die Plätze auf dem Aussendeck des Schiffes leider besetzt waren.

 

Recht flott ging es dann von Lipari aus in Richtung Vulcano. Allerdings ging es nicht direkt in den Hauptort der Insel, sondern wir umfuhren die Insel bevor es in den Hafen ging. Der angekündigte Spaziergang führte uns in die touristische "Hauptstrasse" der Insel; hier befanden sich praktisch alle Bars, Restaurants und Souvenirshops. Einen Zwischenstop machten wir in der "Gecko-Bar", wo wir ein einheimisches Eis testen durften. Den Spaziergang setzten wir ohne den erst der Gruppe vor - bei knapp zwei Stunden Aufenthalt hatten wir keine Lust auf Verkaufsveranstaltungen in Weinläden. 

Viel zu sehen gibt es auf der Insel außer den Vulkan nicht - den konnten wir in der kurzen Zeit nicht erreichen. Schließlich landeten wir am "schwarzen Strand", an dem wir die Füsse ins Wasser streckten und die Sonne genossen.

Mittels Speedboot ging es wieder zurück nach Lipari. Da wir noch genug Zeit hatten, schlenderten wir durch die Stadt und hinauf auf zur alten Festung, von der man einen phantastischen Blick auf die Stadt und die anderen Inseln hatten. Langsam ging es nun wieder runter zum Hafen, wo wir auf das Tenderboot warteten. Um die Wartezeit angenehmer zu gestalten, bot AIDA den Gästen Limonade an - netter Service, wie ich finde. Der erst des Tages wurde entspannt - um 19 Uhr setzten wir unseren Weg fort: Das nächste Ziel: Catania auf Sizilien.

Vulkanfelsen mitten im Meer
Vulkanfelsen mitten im Meer

Blick auf den Etna bei Catania/Sizilien
Blick auf den Etna bei Catania/Sizilien

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