Spanien, Portugal & Kanaren mit AIDAmar 2020

1. Tag, 26. Januar 2020 - Frankfurt/Mallorca

 

Entgegen unserer üblichen Vorgehensweise hatten wir im Januar die Tour "Spanien, Portugal und Kanaren" mit AIDamar gebucht. Zum einen waren wir eigentlich gerade erst von er letzten Reise zurück (Von Mallorca nach Bari im September/Oktober), zum anderen fahren wir eigentlich Anfang des Jahres immer nach Tirol. Das wir für 2020 einen sehr guten Riecher haben sollten und diese Entscheidung mehr als goldrichtig war, konnten wir, als wir um 26. Januar 2020 um kurz vor vier in Frankfurt am Flughafen standen, noch nicht wissen...

 

Früh Morgens aufstehen liegt mir überhaupt nicht - schon gar nicht, wenn ich fliegen muss - normalerweise versuche ich Flugreisen zu vermeiden. Allerdings ist der Weg nach Mallorca dann hast etwas schwieriger...

Außerdem dachten wir, bei der frühen Anreise hätten wir noch fast den ganzen Tag auf Mallorca zur freien Verfügung - stimmte aber nur halb.

Der Flug hob pünktlich um kurz vor sechs ab und knapp 90 Minuten später landeten wir bei herrlichem Wetter auf Mallorca. Da dort im Januar keine Saison ist, war es sehr ruhig und der Flughafen fast leer.

Der Shuttlebus brachte uns in knapp 30 Minuten zum Schiff - der Check-In ging relativ flott - trotz einiger Probleme mit der EDV - Das Schiff hatte wohl in der Werft eine neue EDV-Anlage bekommen, deren Probleme uns auf der ganzen Reise begleiten sollten.

 

Gegen 10 Uhr konnten wir dann Frühstücken - geöffnet war das Bella Donna-Restaurant. Leider merkte man an der Auswahl der Speisen, dass das Restaurant schon länger geöffnet war - es gab nämlich nicht mehr alles..

 

Nach einer halben Stunde Frühstück hieß es Warten - und zwar, dass die Kabine bezugsfertig ist. Und das dauerte. Erst kurz vor 15 Uhr war die Kabine bezugsbereit - unsere Koffer warteten übrigens schon seit kurz vor 12 vor unserer Kabine.

Aufgrund der späten Kabinenreinigung wäre fast unser Plan geplatzt, mit dem Shuttle-Bus in die City zu fahren. Leider wusste an der Rezeption des Schiffes niemand wann und wo der Bus abfahren würde und wann das letzte Shuttle von der Stadt zurück fahren würde. "Diese Information wurde uns nicht zur Verfügung gestellt" war die Antwort des Mitarbeiters in weißer Uniform - sorry - das geht leider gar nicht. Ohne unsere Erfahrung von der letzten Reise hätten wir von dem Shuttle gar nichts gewusst - da stand es nämlich in der AIDA heute - hier nicht. Da ist eindeutig Verbesserungspotential in der Orga.

 

Der Rest ist schnell erzählt: Mit dem Shuttlebus in die Stadt (der Liegeplatz lag auf der anderen Seite des Hafenbeckens )- zu Fuss war da nichts möglich - und außerhalb der Saison fährt der ÖPNV die Haltestelle am Terminal selten an.

 

Bei Mallorca stellt man sich ja Beton-Bettenburgen vor - zumindest nicht in der Innenstadt von Palma. Zum Teil sehr schöne Häuser mit einem interessanten Ambiente. Zweieinhalb Stunden nahmen wir uns dafür Zeit - dann fuhr auch der letzte Shuttlebus zurück in die Stadt.

Nach der obligatorischen Seenotrettungsübung um 21 Uhr konnten wir kurz vor 22 Uhr sogar mit dem dreimaligen Betätigten des Schiffshorns den Hafen verlassen.

 

2. Tag - Montag, 27.1.2020 - Seetag

 

Da am Seetag nicht so sonderlich viel los ist, möchte ich an dieser Stelle unsere Kabine beschreiben: Nach 10 Jahren hatten wir bei der Vario-Buchung leider Pech gehabt: Wir bekommen die barrierefreie Innenkabine 4453 zugewiesen. Diese Kabine befindet sich auf Deck 4, backbord - direkt am hinteren Treppenhaus. Die Lage der Kabine ist gut - das ist leider auch das einzig positive. Die Kabine ist zwar groß, aber ungünstig geschnitten, damit das große behindertengerechte Bad reinpasst. Der Bodenbelag ist Kunststoff, die Betten stehen sich Wand an Wand gegenüber, können aber zusammengeschoben werden. Leider ist der Fernseher so ungünstig zwischen den Betten palaziert, das fernsehen vom Bett aus fast unmöglich ist. Es gibt einen Stuhl in der Kabine, der am Schreibtisch steht. Ablage- und Stauflächen gibt es in dieser Kabine noch weniger, als in den normalen Kabinen - allerdings ist der Schrank sehr groß. Das Bad ist selbstverständlich auch barrierefrei - deswegen Vorsicht beim Duschen: Fliesst das Wasser nicht schnell genug ab oder hat man den Duschvorhang nicht richtig positioniert, fliesst das ganze Wasser unter Umständen vom Bad in die Kabine rein - da ist es von Vorteil, wenn der Boden nicht mit Teppich ausgelegt ist. Insgesamt diesmal kabinemässig leider ein Flop - da es auch keine Bilder an der Wand gab, hat diese Kabine leider das Flair einer Gefängniszelle. Behinderte oder in der Mobilität eingeschränkte Menschen werden hingegen froh sein, durch solch eine Kabine auch eine solche Reise machen zu können.

Palma de Mallorca - Innenstadt
Palma de Mallorca - Innenstadt

3. Tag - Dienstag, 28.1.2020 - Cádiz

 

Da wir 2016 mit AIDAsol schon Cádiz waren, entschlossen wir uns für eine geführte Wanderung an der Atlantikküste (CAD10). Mittels Kleinbus und der kleinsten Ausflugsgruppe ever (15 Personen)  ging die Fahrt ca. 1 Stunde nach Barbate. Von hier aus führt ein gut ausgebauter Wanderweg an der Atlantikküste lang. Herrlichster Sonnenschein und eine angenehme Prise begleiteten uns auf unserem Weg. Dieser endete in Los Cañon de Meca, wo wir in einer kleinen Bar eine Rast einlegten. Die restlichen 1000 Meter zum berühmten Cap Trafalgar waren dann auch kein Problem mehr.

 

kleiner Fotostopp - kurz nach dem Start der Wanderung
kleiner Fotostopp - kurz nach dem Start der Wanderung

Der Ausflug dauert etwa 6 Stunden und sollte nur von Leuten gebucht werden, die gut zu Fuß sind; es geht teilweise bergauf - die Strecke beträgt etwa 10-12 km. Es ist ratsam, Verpflegung mitzunehmen - auf der Strecke gibt es keine Geschäfte, wo man etwas kaufen kann.

 

Gegen kurz vor zwei ging es mit dem Bus zurück nach Cádiz - ein knappes Stündchen Zeit, sich etwas auszuruhen - die Wanderung war doch etwas anstrengend. Kurz vor 15 Uhr stiegen wir direkt am Schiff wieder aus; da wir nur noch zwei Stunden Zeit bis zum Ablegen hatten, schenkten wir uns heute den Spaziergang durch die Stadt - einen ersten Eindruck hatten wir ja schon 2016 bekommen und irgendwann kommen wir sicher wieder.

 

Kurz nach dem Ablegen in Cádiz
Kurz nach dem Ablegen in Cádiz
Der Leuchtturm am berühmten Cap Trafalgar
Der Leuchtturm am berühmten Cap Trafalgar

4. Tag  - Mittwoch, 29.1.2020 - Lissabon

 

Dieses mal hatten wir Glück: Kein Regenguss beim Einlaufen nach Lissabon. Das Einlaufen in Lissabon gehört - meiner Meinung nach - zu den schönsten aller Häfen: Man sieht sein Ziel schon von weit weg und die Landschaft ist auch sehr reizvoll; insbesondere dann, wenn es nicht regnet. Es zeigten sich sogar ein paar Sonnenstrahlen. Für Lissabon hatten wir diesmal geplant, mit dem Hopp On - Hopp off -Bus zu fahren - hatten allerdings keine Tickets vorab gebucht - vor Umroutungen ist man ja nie gefeit...

 

Wir sicherten uns auf dem Oberdeck eines Busses einen Platz - leider war das ganze etwas zu kühl und ein Verdeck hatte der Bus auch nicht, denn mittlerweile sah es nach Regen aus. Blöderweise standen wir mit unserem Bus noch eine gute halbe Stunde aufgrund eines Unfalls in einem Stau - blöd, aber nicht zu ändern.

Unser eigentliches Ziel war übrigens das ehemalige Expogelände am Rande der Stadt. Und hier ein Hinweis, wer mit dem HOHO-Bus fahren möchte: Achtet darauf, vor allen Dingen in der Nebensaison, wie oft der Bus fährt - wir mussten an einer Haltestelle eine gute Stunde auf die "Blue Line" warten - Fragen ans Personal ergaben als Antwort: " Der nächste Bus kommt gleich"...

 


Aber irgendwie schafften wir es dann doch zu unserem Ziel. Allerdings merkte man der gesamten Anlage auch an, dass die Expo schon sehr lange vorbei war. Insgesamt wirkte alles etwas heruntergekommen, zahlreiche Gebäude standen leer. Trotzdem ist die Anlage architektonisch sehr interessant - auch der zum Gelände gehörende Bahnhof. Wir fuhren auch wieder mit dem HOHO-Bus zurück zum Schiff - schließlich wollten wir ja am Abend noch mal raus und nutzen die Zeit zum relaxen. 

 

Overnights kommen ja nicht so oft vor, weswegen man das natürlich ausnutzen muss -also machten wir uns nach dem Abendessen auf den Fussweg in die Stadt. Und was man auch hier merkt: Nachts und im Dunkeln sehen Straßen und Gebäude ganz anders aus, als tagsüber. Lissabon ist eine sehr interessante und lebendige Stadt - auch in der Nacht. Das einzige was uns gestört hat: Das man insbesondere am Abend mehrfach vom Drogendealern angesprochen wurde - und das vor Augen der Polizei - gehört dort wohl zum Lokalkolorit dazu. Nach knapp 2 1/2 Stunden Nachwanderung ging es dann wieder zum Schiff zurück, wo wir uns dann an Deck zum Tagesabschluss einen Drink genehmigten

 

5. Tag - Donnerstag, 30.1.2020 - Lissabon

 

Heute sollten wir nicht soviel Wetterglück haben, wie gestern: Es hatte deutlich abgekühlt und so jederzeit nach Regen aus. Wir wollten heute nochmal mit dem HOHO-Bus fahren, was zu einem Problem wurde: Zum einen fanden wir keine der im Plan abgedruckten Haltestellen, zum anderen fuhren zwar alle anderen Busse, nur nicht die von dem Anbieter, von dem wir das Ticket gekauft hatten. Das hatte zur Folge, das wir innerhalb der Stadt einen langen Fussmarsch zurücklegten und keins unserer geplanten Ziele erreichen konnten. Erst , als wir uns auf den Rückweg machten, wurden wir etwas entschädigt: Es lohnt sich, auch mal links und rechts in die kleinen Gassen abzubiegen, wo keine Touristenströme sind. 

All zu viel Zeit hatten wir nicht mehr, denn um 14 Uhr sollte unsere Reise weitergehen weswegen wir uns auf den Weg zum Schiff machten. Außerdem verschlechterte sich das Wetter zusehend - zu kalten Wind kam jetzt auch noch Regen. Und dieser Wetterkombination begleitete auch das Auslaufen von AIDAmar aus Lissabon und mit jeder zurückgelegten Seemeile wurde das Wetter schlechter. Ein Highlight sollte uns noch erwarten: Während wir den Hafen verließen, sollte AIDAcara nach Lissabon einlaufen. Heutzutage weiß man ja sowas dank Apps wie Marinetraffic schon vorher, was uns dann durch die Kapitänsdurchsage bestätigt wurde: Gegen Viertel nach drei würden Cara und Mar an der jeweiligen Backbordseite aneinander vorbeifahren. 

Und die Aussage war ziemlich genau: Gegen viertel nach drei tauchte das Urschiff der AIDA-Flotte wie ein Geisterschiff aus der Nebel- und Wolkenwand auf und passierte uns in relativ geringem Abstand. Natürlich wurden per Schiffshorn Größe ausgetauscht und wenig später war die Cara wieder im Nebel verschwunden, während wir uns auf unseren Weg nach Fuerteventura machten.

 

6. Tag - Freitag, 31.1.2020 - Seetag auf dem Weg nach Fuerteventura

 

Auf dem zweiten Seetag dieser Reise wurde das Wetter immer besser; es war zu spüren, dass wir den Kanaren näher kamen: Sonnenschein und immer milder werdende Temperaturen sorgten für fast sommerliche Temperaturen.

 

Was uns gegenüber der letzten Reise auffiel: Auf einem Schiff der Sphinx-Klasse ist es deutlich schwieriger, einen Platz zu finden, wo nicht dauernd Musik läuft - eigentlich ist der einzige öffentliche Ort die AIDA-Lounge vorne vor der AIDA-Bar. Normalerweise stört uns das nicht so, aber dieses mal fiel es auf - insbesondere wenn die Lautsprecher der Pool-Bar mit denen des restlichen Pooldecks konkurrierten, wer die lautere Musik spielt. 

Mein absolutes Highlight was die Musikauswahl angeht: Abends auf Deck "Wann fangt denn endlich d´Musi an" von Marianne & Michael - fürs Brauhaus vielleicht passend - an Deck etwas irritierend - aber ok - sehen wir da mal nicht so eng.

7. Tag - Samstag, 1.2.2020 - Puerto del Rosario -Fuerteventura

 

Vor zwei Jahren hatten wir eine Quad-Tour gebucht - diesmal wollten wir in einem alten Flussbett wandern. Die Mitbewerber von TUI Cruises waren hatten schon vor uns festgemacht, AIDAmar hatte aber den besseren Liegeplatz. Auch heute war die Ausflugsgruppe übersichtlich - knapp 20 Personen - so stelle ich mir eigentlich "Selection" vor...

Mittels Bus ging es etwa 45 Minuten ins Inselinnere. Landschaftlich hat Fuerteventura meiner Meinung nach wenig zu bieten: brauner Sand und Gestein, ab und zu mal eine Palme und ein Kaktus- das wars.

Vom Guide wurden uns die heimische Flora und Fauna erklärt. Das Gehtempo war gemütlich - auch weil wir einen Mitarbeiter des AIDA-TV-Teams im Schlepptau hatten, der mit seiner Drohne Aufnahmen machte. Nach gut 90 Minuten Wanderung machten wir Pause in einem kleinen Café .

Ablegen in Lissabon am 30.1.2020
Ablegen in Lissabon am 30.1.2020

Nach halbstündiger Rast mit im Ausflugspreis inkludiertem Kaffee ging es zu Fuss weiter in einem alten, ausgetrockneten Flussbett zu einem alten und leeren Stausee, wo dann der Abstieg durch felsiges Gebiet begann. Mittlerweile war es auch gut warm geworden - die angekündigten 21 Grad schon lange geknackt. An dieser Stelle sei das Mitführen und Nutzen einer Kopfbedeckung wärmstens empfohlen. 

Dieser Teil ist der schwierigste der Wanderung - das Gelände ist etwas uneben und abschüssig; aber keine Gefahr für fussfeste Wanderer. 

Wenig später ging es dann mit dem Bus weiter zum letzten Stopp dieses Ausfluges: Im kleinen Pájara hatten wir noch eine  gute Dreiviertelstunde Aufenthalt. Wir wollten uns noch die angepriesenen Piratenhöhlen anschauen - hierzu muss man nochmal ca. 20 Minuten an der Küste lang wandern und eine steile in den Fels gehauene Treppe hinunterklettern.  Eine interessante Location, die wir aus Zeitmangel aber nicht genauer erforschen konnten. Also ging es weder zurück in den Ort um nassgeschwitzt wieder in den Bus zu steigen und zurück zum Schiff zu fahren.  

Etwa 50 Minuten dauerte die Rückfahrt und danach war auch dieser Ausflug beendet. Wir gingen nochmal an Bord zurück um unsere Taschen abzulegen und uns etwas frisch zu machen, um dann nochmal an den Strand zu gehen um uns die kühle Meeresluft um die Nase wehen zu lassen. 

Insgesamt ein schöner Tag mit einer tollen Wanderung und einem schönen Abschluss - ganz persönlich fand ich das besser, als bei unserem letzten Besuch 2018.

 

8. Tag - Sonntag, 2.2.2020 - Arrecife - Lanzarote

 

Für Lanzarote hatten wir uns den Besuch von Arrecife auf eigene Faust vorgenommen. Wir entschieden uns dafür, mit dem  Shuttlebus in die Stadt zu fahren. Hinweis für alle anderen, die das auch vor haben: Der Shuttle-Bus ist überflüssig, wenn man am stadtnäheren Liegeplatz anlegt: Schätzungsweise 800 Meter legt der Bus bis zur Haltestelle zurück - und dann ist man noch nicht mal direkt im Ort und muss immer noch ein paar Hundert Meter in die City laufen.

Allerdings: Viel zu sehen gibt es hier nicht. Eine kleine Festung mit Kanonen, eine nette Strandpromenade aber keine beeindruckenden Gebäude. Auffällig hierbei: Das alles dominierende Sternehotel am Ende der Strandpromenade, das viel zu groß und hässlich ist. Es gibt einen netten, sauberen Strand - aber damit hat es sich auch schon. Die Highlights dieser Insel haben wir 2018 schon gesehen - aber: nicht schlimm, denn um sich einen Eindruck zu bilden, muss man alles kennen.

Viel zu shoppen gibt es hier auch nicht , weswegen wir nach knapp drei Stunden uns wieder auf den Weg zurück zum Schiff machten. Weil er bezahlt war, nutzen wir den eigentlich überflüssigen Shuttlebus. Den Rest des Nachmittags machten wir es uns an Bord gemütlich, bis es um 17 Uhr "Sail away" hieß. 

Das Ablegen gestaltete sich bei herrlichem Sonnenschein und einer leichter Brise als sehr angenehm und interessanter anzusehen als das beschauliche Städtchen Arrecife.

Übrigens: Wer die Möglichkeit hat, sich "Wer wird Millionär" auf dem Schiff anzuschauen, sollte das tun. Obwohl es keine Fernsehproduktion ist, ist es deutlich spannender als vor dem Fernseher, auch wenn es keine Millionen Euro zu gewinnen gibt, sondern nur AIDA-Sachpreise. Hinweis an diejenigen, die glauben, der perfekte Publikumsjoker zu sein: Steht nur auf, wenn ihr die Antwort wirklich wisst - die Fallhöhe und das Peinlichkeitsniveau kann sehr hoch sein, wenn man hier versagt - und falls jemand fragt: Nein, ich bin nicht in den Genuss gekommen, dem Kandidaten eine falsche Antwort zu geben und von allen angestarrt zu werden...

 

10. Tag -Dienstag, 4.2.2020 - Málaga 

 

Das erste, was wir von Málaga sahen war: Nichts, denn dichter Nebel hing über dem Hafen und der Stadt. Auch hier hatten wir den Shuttle-Bus gebucht, den wir eigentlich nicht gebaucht hätten, da das Schiff nah genug an der City lag. Allerdings gibt es auch Liegeplätze, die einen etwas längeren Fussmarsch erfordern. Also: spontan entscheiden.

Málaga präsentierte sich als Überraschung: Tolle Architektur, schöne Athmosphäre und viel zu gucken - eine ähnlich positive Überraschung wie Cádiz 2016 auf der Trans-Tour mit AIDAsol.

Wir entschieden uns, die beiden Festungsanlagen zu besuchen: Die maurische Festung Alcazaba und die Festungsruine Castillo de Gibralfo.

Für beide Anlagen benötigt man ein Ticket: Das entsprechende Ticket für beide Anlagen kann man am Eingang von Acazaba bezahlen. Die Aussicht von beiden Anlagen ist im übrigen phantastisch. Allerdings ist der Aufstieg zum Castillo de Gibralfo nicht ohne - man sollte fit sein, sonst wird es schweisstreibend...

Der Rest des Tages ist schnell erzählt: Abstieg vom Castillo

 - zu Fuß zurück zum Schiffsshuttle und den Rest des Tages bei Sonne und angenehmen Temperaturen genossen. Fazit: Málaga gerne wieder! 

 

Ansicht von Arrecife/Lanzarote
Ansicht von Arrecife/Lanzarote
Hochspannung bei "Wer wird Millionär auf AIDAmar"
Hochspannung bei "Wer wird Millionär auf AIDAmar"

Beeindruckende Stadt: Málaga
Beeindruckende Stadt: Málaga

11. Tag - Mittwoch, 5.2.2020 - Cartagena

 

Vorletzter Tag und wieder ein Hafen, in dem wir vorher noch nicht waren: Cartagena. Unter bedecktem Himmel schob sich AIDAmar durch die relativ schmale Hafeneinfahrt um zentrumsnah anzulegen. Hinweis für andere Reisende: Es gibt nur diesen Liegeplatz in Cartagena. Auch heute stand eine Erkundung auf eigene Faust auf dem Programm - wir wussten - Dank der ARD-Reihe "Verrückt nach Meer", dass es vor Ort ein römisches Theater geben sollte - und da wollten wir unbedingt vorbei gehen, um den Vergleich zu der Anlage in Catania im Oktober 2019 zu haben.

Doch: Wir fanden den Eingang nicht - Trotz Google Maps und sonstigen digitalen Hilfsmitteln war der Eingang zu Theater und dem Museum nicht auffindbar. 

Nachdem wir die entsprechende Folge von "Verrückt nach Meer" zu Hause nochmal angeschaut hatten, waren wir baff: Der Eingang ist direkt gegenüber vom Rathaus in Cartagena - total unscheinbar; ein Schild nirgends zu erkennen. Durch einen Tunnel geht es dann unter der Straße und anderen Gebäuden in das Theater; fürs nächste mal wissen wir Bescheid.

Locationtipp für Cartagena: Es lohnt, auf den Berg hinter dem römischen Theater hinaufzulaufen. Man hat von dort einen tollen Blick über die Stadt.

Es gibt auch einen kostenpflichtigen Lift auf der anderen Seite des Hügels, der sich aber meiner Meinung nicht lohnt, es sei denn, man ist schlecht zu Fuss oder körperlich anderweitig eingeschränkt. 

Ist man oben angekommen, hat man eine phantastische Aussicht über Cartagena und das Schiff - ausserdem trifft man dort oben viele Pfaue - also auch für Tierfreunde interessant.

Zum Fotografieren ist übrigens noch die Calle Mayor - die Haupteinkaufsstraße interessant; viele schöne alte Gebäude mit eindrucksvollen Fassaden sind hier zu finden.

Nach Rückkehr zum Schiff genossen wir um 18 Uhr das Auslaufen aus Cartagena - jetzt zeigte sich auch die Sonne und bekamen hier das schönste Auslaufen der ganzen Reise geboten.  Und somit ging es zum letzten Hafen der Reise: Valencia

 

12. Tag - Donnerstag,  6.2.2020 - Valencia

 

Herrlicher Sonnenschein empfing uns in Valencia - es schien ein schöner Tag zu werden. Auch hier wollten wir auf eigene Faust los - allerdings kommt man hier (fast) nicht am Shuttle vorbei: Bis in die Innenstadt ist es ziemlich weit - zu Fuß eher nicht zu schaffen. ÖPNV gibt es, hält auch vor der Tür und ist preisgünstig - braucht aber länger in die Stadt als der Shuttlebus. Die Fahrt zieht sich - Dauer etwa 20 - 25 Minuten. Rausgelassen wird man an der Pont del Serrans ( ehemalige Flussbrücke( in der Nähe des Porta de Serrans.

Von hier aus entdeckten wir das wuselige Valencia; hier war sehr viel  los, aber es gab auch viel zu sehen. Einen Plan hatten wir nicht gemacht, wir Liesen uns einfach durch die Stadt treiben. Auch hier die Feststellung: Valencia ist sehr sehenswert und jederzeit nochmal einen Aufenthalt wert.

 

An dieser Stelle noch ein paar Hinweise: Kontrolliert bitte am letzten Tag Eure Bordrechnung. In neuen Jahren Reisen mit AIDA gab es nie Probleme oder Fehlbuchungen, im zehnten Jahr war es dann soweit. Zum einen wurde der Shuttlebus in Valencia doppelt abgerechnet, zum anderen wurde das Reinigen einer Jacke (durch Russpartikel an der Oceans-Bar verunreinigt) irrtümlich berechnet. Das ganze wurde abends kurz nach 23 Uhr an der Rezeption reklamiert, weil den ganzen Tag das Bordportal nicht funktionierte und kein Zugriff auf das Bordkonto möglich war. Das ganze wurde freundlich aufgenommen und nachträglich storniert - auf der offiziellen Bordrechnung tauchten die Punkte nicht mehr auf. 

Wer eine Fotoflatrate hat bzw. seine Bilder ausschließlich online haben möchte: Ladet Sie Euch nicht erst am letzten Tag herunter. Wir in diesem Bericht erwähnt, gab es auf AIDAmar einige Probleme mit den EDV-Systemen, so dass am letzten Tag und am Abreisetag keine Zugriff aufs Bordportal und den digitalen Fotoshop möglich war. Aus diesem Grund fehlt uns auch das letzte Bild aus Valencia - nachträglich bekommt man die Bilder leider nicht mehr.

Auslaufen aus Cartagena
Auslaufen aus Cartagena

Farewell auf AIDAmar
Farewell auf AIDAmar
Auf AIDAsehen und bis bald!
Auf AIDAsehen und bis bald!

13. Tag  - Freitag, 6.2.2020 - Mallorca

 

Mitten in der Nacht machte das Schiff wieder im Hafen von Palma de Mallorca fest. Für uns hieß es früh aufstehen, denn um kurz nach sechs wartete unser Shuttlebus zum Flughafen. Der Transfer zum Hafen war gut organisiert, die lange Schlange am Schalter von TUIfly löste sich sehr schnell auf. 

Auch der Rückflug lief problemlos, so dass wir zur Mittagszeit wieder zu Hause waren.

Das wenige Wochen später die komplette Kreuzfahrtbranche zum erliegen kommen würde, war zu diesem Zeitpunkt nicht abzusehen. Somit war unsere Reise eine der letzten, die "normal" über die Bühne ging. Corona war an Bord noch kein großes Thema - allerdings waren deutlich mehr Desinfektionsmittelspender zu sehen, als sonst üblich. Auch wurden die häufiger genutzt, als vorher.

Hoffen wir, dass sich die Lage bald wieder normalisiert und solche Reisen bald wieder möglich sein werden. Wir haben zumindest für das nächste Jahr eine Buchung bestehen und freuen uns auch darauf - zumindest hoffe ich, dass dies nicht mein letzter Reisebericht gewesen ist.