Metropolen mit AIDAluna 2012

AIDA am Hamburg Cruise Center Altona mit Blick nach achtern
AIDA am Hamburg Cruise Center Altona mit Blick nach achtern

Nach der Kurztour letztes Jahr sollte 2012 wieder eine längere Fahrt folgen: Wir hatten uns für die "Metropolentour" entschieden, bei der wir von Hamburg ausgehend Le Havre, Dover, Antwerpen und Amsterdam anlaufen würden.



28.4.2012 - Hamburg  - 1. Tag


Nachdem wir in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen mit der Anreise per Bahn gemacht hatten, hielten wir auch dieses Jahr so: Früh genug machten wir uns auf dem Weg, um am frühen Vormittag in Hamburg zu "landen". Die Koffer konnten wir schon den fleissigen AIDA-Mitarbeitern übergeben; das Handgepäck wurde eingeschlossen und so nutzen wir die Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang durch Hamburg, das immer eine Reise wert ist. Nach gut zwei Stunden "Alsterluft" schnuppern, waren wir wieder am Hauptbahnhof, wo schon der Shuttle-Bus auf uns wartete, der uns nach Altona zum Schiff bringen sollte; inklusive einer kurzen "Stadtrundfahrt".


Dadurch, dass wir uns in der Innenstadt die Füße vertreten hatten, war am Check-In nicht mehr soviel los, so dass wir gerade durchlaufen konnten und innerhalb kürzester Zeit an Bord waren. Sogar das Gepäck wartete bereits vor unserer Balkonkabine auf Deck 7. Für uns war es das erste Mal, dass wir eine Balkonkabine gebucht hatten, und waren sofort begeistert.


Zunächst aber galt es das Schiff zu erkunden, aber mittlerweile fand man sich relativ leicht zurecht, da ja die neueren AIDA-Schiffe weitestgehend baugleich sind.

Viel Betrieb bei Blohm & Voss
Viel Betrieb bei Blohm & Voss

Um 21 Uhr hieß es: Leinen los, die Luna wendete im Hafenbecken und begab sich auf Kurs Elbmündung. Es gibt fast nichts schöneres, als im Dunkeln aus dem Hamburger Hafen auszulaufen: Überall sind blinkende Lichter, Schiffe werden beladen und an Steuerbord zieht diese eindrucksvolle Stadt vorbei; das Fotografenherz blüht auf; leider hatte ich damals noch keine so gute Kamera, die es möglich gemacht hätte, ein paar schöne Bilder zu schießen. Gegen 23 Uhr und dem ein oder anderen Drink später, gingen wir ins Bett und nutzen gleich einen großen Vorteil der Balkonkabinen mit Schiebetüre: Diese konnte man feststellen, so dass man mit dem herrlichsten Meeresrauschen einschlafen konnte. Wir blieben noch etwas auf und merkten gegen kurz nach Mitternacht, das das Schiff das offene Meer erreicht hatte, da das Schaukeln stärker wurde; aber nicht so stark, dass es uns an einer geruhsamen Nachtruhe hindern sollte...

29.4.2012 - Seetag - 2. Tag


Wir erwachten an einem bewölkten Morgen und kaum waren wir auf den Beinen, merkten wir den Seegang. An Frühstück war nicht zu denken, denn eine gewisse Grundübelkeit war stets vorhanden, so dass wir uns auf einen Tee an der Poolbar beschränkten. Wie uns Kapitän Albrecht mittels Lautsprecherdurchsage mitteilte, resultierte das Schaukeln des Schiffes durch starken Wind von seitlich achtern, den "unsere Luna nicht so mag". Zwei Stunden später wurde das Schaukeln geringer und an manchen Stellen kam sogar die Sonne raus. Da ein Seetag naturgemäß etwas langweilig ist, wurde der Rest des Tages mit Lesen, Film schauen und - Essen verbracht. Morgen würde als nächster Hafen Le Havre auf dem Programm stehen; inklusive einem rund 11stündigen Ausflug nach Paris.

30.4.2012 - Le Havre/Paris - 3. Tag

 

Bei herrlichsten Sonnenschein erreichten wir den Hafen von Le Havre; nicht ohne festzustellen, dass die Konkurrenz von TUI-Cruises in Form von "Mein Schiff 2" schon vor uns eingetroffen war. AIDAluna wendete im Hafen und machte am Liegeplatz fest, wo schon zahlreich die Busse warteten, die die Mitreisenden und uns zu den Ausflugszielen; überwiegend nach Paris bringen sollten.

 

Zu den Ausflügen nach Paris ist folgendes anzumerken: Es handelt sich hierbei um eine 11stündigen Ausflug, wobei 6 Stunden allein schon auf die Hin- und Rückfahrt entfallen, wobei vor allen Dingen die Rückfahrt stark an den Nerven zerrt. In Paris hatten wir 90 Minuten zur freien Verfügung, was leider viel zu wenig ist: Wir schafften gerade die Hälfte der Strecke vom Louvre zum Triumphbogen auf den Champs-Élysées, bevor wir umdrehen mussten, um rechtzeitig am Treffpunkt zu sein. Nächster Stopp war dann - natürlich - noch der Eiffelturm, bevor es wieder die drei Stunden zurück nach Le Havre ging.

Die "Ente" darf bei einem Paris-Besuch natürlich nicht fehlen...
Die "Ente" darf bei einem Paris-Besuch natürlich nicht fehlen...

Wir haben diesen Ausflug nur gebucht, da wir noch nie in Paris waren und auch nicht wussten, ob und wann wir nochmal hin kommen. Nochmals würde ich diesen Ausflug nicht buchen, weil es sehr stressig ist und hauptsächlich aus Busfahren besteht. Bei einem erneuten besuch in Le Havre würden wir uns eher die Stadt oder Orte in der Umgebung ansehen. Im leichten Nieselregen hieß es dann um 20 Uhr: Leinen los in Abschied von Frankreich.

1.5.2012 - Dover/London - 4. Tag


Da die britische Küste nur gut 40 km entfernt liegt, schlich die Luna über den Ärmelkanal, um dennoch morgens um 5 Uhr in Dover festzumachen, was mittels Durchsage auch allen schlafenden Gästen bekannt gegeben wurden. Wichtig an dieser Stelle: Die Uhr wird eine Stunde zurückgestellt, was auch in der Bordzeitung und mittels Lautsprecherdurchsagen bekannt gegeben wurde. Trotzdem schafften es einige Mitreisende, dies nicht mitzubekommen, um dann an den Ausflugstreffpunkten zu fehlen. 

Auch in Dover hatten wir Tanztagesausflug gebucht; allerdings beträgt die reine Fahrtzeit nach London nur 90 Minuten; diese kann aber je nach Tageszeit aufgrund von Staus variieren. An dieser Stelle ein Hinweis: Natürlich kann man auch nach London, ohne einen Ausflug gebucht zu haben. Das Risiko der rechtzeitigen Rückkehr trägt man dann aber ausschließlich alleine. Ist man Teilnahme eines über AIDA gebuchten Ausflugs, wartet das Schiff bei Verspätung; sonst NICHT. Bei Besuch von Orten, die so weit vom Hafen entfernt sind und man Staus uns sonstige Verkehrsbehinderungen nicht abschätzen kann, würde ich immer einen Ausflug über die Reederei bevorzugen - schont das eigene Nervenkostüm.


Wir hatten aus für den Ausflug mit Besichtigung des Towers und der Kornjuwelen entschieden. nach gut zwei Stunden Fahrtzeit parkte unser Busfahrer seinen Reisebus in der sehr engen Tiefgarage neben dem Tower.

Der Tower selbst ist ein sehr eindrucksvolles, mittelalterliches Gebäude, wo jeder Stein Geschichte verströmt und spannendes zu erzählen hätte.


Queen´s House im Tower of London
Queen´s House im Tower of London

Selbstverständlich ist der Tower ein sehr stark frequentiertes Touristenziel; trotz allem hielt sich der Andrang in grenzen; vielleicht, weil wir schon so früh vor Ort waren. Nach dem Tower schloss sich eine Stadtrundfahrt an, die uns an den bekannte Londoner Sehenswürdigkeiten vorbeiführte. Am berühmten Kaufhaus Harrods wurden wir hinausgelassen; hier hatten wir 90 Minuten Zeit zur freien Verfügung. 

Danach stand noch ein Fotostop am Buckingham- Palace auf dem Programm, danach ging es zurück nach Dover, wobei die Rückfahrt aufgrund zahlreicher Staus deutlich länger dauerte, als die Hinfahrt.


Gegen 19 Uhr waren wir wieder zurück an Bord - wo unser Weg uns als erstes ins Restaurant führte, da wir den Tag über kaum etwas gegessen hatten. Begleitet von einem wunderschönen Sonnenuntergang und den berühmten Kreidefelsen, fuhren wir unserem nächsten Ziel Antwerpen entgegen.

AIDAluna nach erfolgreichen Wendemanöver in Antwerpen
AIDAluna nach erfolgreichen Wendemanöver in Antwerpen

2.5.2012 - Antwerpen - 5. Tag


Nach den zwei langen Tagesausflügen hatten wir uns vorgenommen, Antwerpen zu Fuß zu erkunden; das bot sich an, da das Schiff direkt am Eingang zur Innenstadt lag.


Antwerpen besticht durch wunderschöne alte Kaufmannshäuser, die vom alten Glanz der Stadt berichten könnten. Allerdings findet man auch sehr viel leerstehende Geschäfte, die das Resultat vom wirtschaftlichen Niedergang dieser Metropole sind. mein Persönliches Highlight: Der Hauptbahnhof der Stadt, der mehr einem Palast gleicht, als einem funktionalen Bahnhofsgebäude. 

Der Blick in die Bahnhofshalle hier im Bild links verdeutlicht das ganze. Langsam achten wir uns auf den Rückweg, da wir das Wendemanöver von AIDAluna auf der Schelde mitverfolgen zu können. Um wieder auf das offene Meer zu kommen, muss das Schiff bei Flut zur Mittagszeit gedreht werden, da sonst der Wasserstand nicht ausreichend ist. Ein sehr interessanter Vorgang, der ca. 25 Minuten dauerte und für Gäste normalerweise nur vom Schiff aus zu beobachten ist.

Um 17 Uhr ging es im strömenden Regen weiter in Richtung Amsterdam, wo wir einen Over-Night-Stop einlegen sollten; Hoffentlich bei besserem Wetter.

AIDAluna "versteckt" sich hinter der Oper von Amsterdam
AIDAluna "versteckt" sich hinter der Oper von Amsterdam

3.5.2012 - Amsterdam - 6. Tag


Wie heißt es so schön in einem deutschen Schlager: "Komm wir fahren nach Amsterdam"... 

Durch dichten Nebel ging es durch den Kanal, der von der Schleuse nach Amsterdam führt; weder auf der back- noch auf der Steuerbordseite konnte man etwas sehen. Erst kurz vor Amsterdam lichtete sich der Nebel und man konnte die niederländische Metropole hinter dem grauen Schleier ausmachen. Langsam bewegte sich AIDAluna zum Liegeplatz; drehte sich und legte an; direkt an der Amsterdamer Oper - an einem sehr modernen und geräumigen Cruise-Terminal. Auch Amsterdam wollten wir zu Fuss erkunden. Nur 5 Minuten zu Fuss und man befindet sich in der Altstadt. Allerdings sollte man auf der Hut sein: Aus allen Ecken und von allen Seiten kommen Radfahrer herangebraust, die wenig Rücksicht auf Fußgänger nehmen; viele haben sogar keine Klingel und keine Bremsen. 


Insgesamt machte die Stadt einem ziemlich dreckigen Eindruck, was hauptsächlich an den stinken Kanälen (Grachten) lag - da war ich doch etwas überrascht. Insgesamt wirkte Amsterdam sogar hektischer als London und Paris. Nach drei Stunden hatten wir genug und gingen zurück zum Schiff. Für den Abend hatten wird dann doch noch einen Ausflug gebucht: Eine abendliche Grachtenrundfahrt - so konnte man wenigstens dem traditionellen "Alpenglühen" in der AIDA-Bar entgehen.


Zum Schluss noch ein Absacker an der Ocean-Bar mit Blick auf das nächtliche Amsterdam und schon lag dieser letzte Hafen auf unserer Reise auch hinter uns.

4.5.2012 - Amsterdam/Seetag - 7. Tag


Um 7 Uhr morgens verließ AIDAluna Amsterdam und auf dem Weg durch den Kanal zu den Schleusen begegnete uns noch die MS Deutschland und die MSC Opera.

MS Deutschland auf dem Weg nach Amsterdam am 4.5.2012
MS Deutschland auf dem Weg nach Amsterdam am 4.5.2012

Im Prinzip ist dieser letzte Tag an Bord auch wieder ein Seetag, der damit verbracht wird, Koffer zu packen, die Heimreise zu planen und die Bordrechnung zu kontrollieren. Im Schneckentempo mit 5 Knoten schlich das Schiff an den friesischen Inseln entlang um gegen Mitternacht den Lotsen zu übernehmen. Allerdings stand ein "Highlight" noch auf dem Plan: In der Elbmündung sollten wir gegen 1 Uhr noch auf die ungetaufte und sich auf Anreise befindliche AIDAmar treffen. Also blieben wir noch wach. Da unsere Kabine auf der Backbordseite lag, war dies, um eine Schiffsbegegnung zu beobachten optimal. Und in der Tat kam uns gegen 1 Uhr in der Nacht ein großes Schiff entgegen, welches eindeutig als Schiff der Sphinx-Klasse zu identifizieren war. Auf beiden Schiffen wurde alle verfügbaren Lampen eingeschaltet und man grüßte sich gegenseitig mittels Schiffshorn.

AIDAluna trifft AIDAmar am 5.5.2012 in der Elbmündung
AIDAluna trifft AIDAmar am 5.5.2012 in der Elbmündung

Wenige Augenblicke später war das Spektakel vorbei und man konnte sich jetzt wirklich ins Bett begeben; schließlich wartete ein anstrengender Tag.


5.5.2012 - Hamburg - 8. Tag


Leider verschliefen wir auch diesmal das Einlaufen in Hamburg und ich schwor mir, dass das nicht noch einmal passieren würde. Der Rest ist Business as usual: Frühstücken, Kabine frei machen, Shuttle zum Bahnhof und im Zug nach Hause; am Ende geht es dann doch immer sehr schnell.

Insgesamt wieder eine sehr schöne Reise mit einem tollen Schiff 

Das Reisevideo

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