Ahoitour mit AIDAluna 2021

Tag - Kiel - 26.9.2021

Wider erwarten sollte 2021 doch kein AIDA-freies Jahr werden.

Nachdem alle Reisen abgesagt wurden und auch die Pandemie-Lage anfangs kein Reisen zuließ, entwickelte sich im Laufe des Jahres die Situation in eine positive Richtung: Viele Schiffe konnten unter Einschränkungen ihren Betrieb wieder aufnehmen, so dass wir uns im August entschlossen, eine “Ahoitour” mit AIDAluna zu buchen: Kiel - Danzig - Kiel; sicher keine Traumreise, aber eine gute Möglichkeit, nach 1 1/2 Jahren wieder ins “Cruising” zu starten und zu schauen, wie man mit den Einschränkungen an Bord umgeht.

Die Anreise nach Kiel erfolgte mittels der Deutschen Bahn - mit einem der wenigen ICEs, die nach Kiel durchfahren. Die Check-In-Zeit musste vorab gebucht werde, was dazu führte, dass das alles relativ flott ging: negatives Corona-Test-Ergebnis vorzeigen, um ins Cruise-Terminal zu kommen, Temperatur messen, PCR-Test absolvieren und dann für 90 Minuten in Quarantäne auf die Kabine.

feste Check-In-Zeiten sollten beibehalten werden - das sorgt für kürzere Wartezeiten und weniger Verdruss.

 

Erfreulicher Weise konnten wir bereits nach gut 50 Minuten die Quarantäne verlassen. Erster Eindruck: Das Schiff war einen sehr guten Zustand: Alles, was man mit Bordmitteln erneuern und reinigen konnte, wurde gemacht - Zeit genug hatte man. Allerdings merkte man auch: Das Schiff war erst gut zwei Wochen vorher aus dem Layup gekommen - die Shops waren noch nicht komplett mit Ware bestückt und es fehlten in einigen Bereichen Crew; so gab es anscheinend kein TV-Team an Bord und deswegen auch keine “Unvergesslichen Momente”

Super motiviert erschien uns insbesondere die Mitarbeiter in den Restaurants und Bars: Super freundlich, zuvorkommend und auch dort hatten anscheinend viele Leute die Zeit genutzt und ihre Deutschkenntnisse vertieft.

Um 18 Uhr wurden die Leinen los gemacht und unter Sonnenschein ging es die Kieler Förde hinunter - ein sehr schönes Sailaway.

 


Daraufhin ging es in das Marktrestaurant, wo seit kurzem wieder Buffet angeboten werden konnte: In Einbahnrichtung sollte man sich durch das Buffet manövrieren - nicht jeder Gast hat dies bis zum Ende der Reise verstanden…

 Die Qualität der Speisen ist wie immer gut, die Auswahl auch durch die geringere Auslastung des Schiffes (auf dieser Reise etwa 40 %) eingeschränkt.  

 

2. Tag -Seetag - 27.9.2021

Gespannt waren wir darauf, wie das Bordleben unter Pandemievoraussetzungen abläuft.

In allen Innenräumen herrscht Maskenpflicht. Die Maske darf im Restaurant am Platz und in den Bars am Platz abgenommen werden. Im Theatrium gilt auch während der Vorstellungen Maskenpflicht  - hierzu ein Tipp: an den Bars im Theatrium darf man die Masken abnehmen; vielleicht eine angenehmere Alternative, um die Shows zu verfolgen.

Einsam in der AIDA-Lounge
Einsam in der AIDA-Lounge

Das Entertainment an Bord ist reduziert: Angeboten wird die vom Entertainmentmanager moderierte „Prime Time“, Konzerte von Einzelkünstlern, Kunstauktionen und Vorträge. Was es nicht gibt: Pool-Partys, Welcome- und Farewell-Show, Tanzveranstaltungen. Damit ja keiner auf die Idee kommt, tanzen zu wollen, sind alle Tanzflächen mit Stühlen und Tischen bestückt.

Man hat an Bord ausreichend Platz, auch in den Restaurants oder in den Bars. Die Hygienekonzepte funktionieren - das ganze ist sicherer, als ein Einkauf in einem Supermarkt am Samstagmorgen.

Dadurch, dass es kaum Entertainment-Veranstaltungen gibt, kommt es einem sehr, sehr ruhig an Bord vor


3. Tag - Danzig - 28.9.2021

Mit ein Grund, diese Tour zu machen war, dass Danzig angelaufen wurde. Dieser Hafen hatte 2013 bei unserer Ostsee-Tour mit AIDAmar gefehlt und passte deswegen gut.

Zu diesem Zeitpunkt waren keine individuellen Landgänge möglich; nur mit von AIDA geführten Ausflügen war ein Verlassen des Schiffes möglich. Wir entschieden uns für einen geführten Spaziergang durch Danzigs Altstadt und den Bade- und Kurort Sopot. 

Im Bus herrschte Maskenpflicht, der Bus wurde nur mit der Hälfte der Kapazität besetzt - Abstand nach vorne, hinten und zur Seite; die entsprechenden Plätze mussten frei bleiben. Gdynia wird als Hafen von Danzig angelaufen, der Liegeplatz liegt mitten im Industriehafen. Unter normalen Bedingungen gibt es wohl einen Shuttle in die Stadt - selber darf man sich auf dem Hafengelände nicht bewegen.

Die Fahrt nach Danzig dauert ca. 60 Minuten, der Bus stoppt in Altstadtnähe und lässt einen heraus - keine weiter Weg. Mit ein Grund, warum wir in der Regel lieber individuell von Bord gehen, ist der Umstand, dass man einfach mehr Zeit zum Verweilen und Fotografieren hat. Bei einem eng gesteckten Zeitplan geht das leider nicht. Danzigs Altstadt ist wunderschön und hätte mehr Aufmerksamkeit von uns verlangt -mit ein Grund, nochmal wieder zu kommen.

Nach drei Stunden Rundgang ging es in den Badeort Sopot, wo wir über die Seebrücke spazieren konnten. Leider hatte man auch hier wenig Zeit, um sich in Ruhe umzusehen oder einfach sich mal hinzusetzen.

Nach einer stunde Aufenthalt ging es nach einem längeren Spaziergang zurück zum Bus - 10 Minuten dauerte dann die Fahrt von Sopot zum Hafen in Gdynia und schon war auch der erste und einzige Ausflug der Reise beendet.

Für uns sind individuelle Landgänge ein Muss, wir buchen nur relativ selten einen Ausflug - einfach, weil man mehr Zeit hat, sich die Sachen anzusehen, die einen interessieren. Somit würden wir eine längere Reise als diese 4-Tages-Tour, bei der es nur die Möglichkeit gäbe, mit AIDA-Ausflug das Schiff zu verlassen, nicht buchen.

 

Gegen 22 Uhr wurden die Leinen gelöst und AIDAluna machte sich zurück auf den Weg nach Kiel.

 

4. Tag - Seetag - 29.9.2021

 

Das gute Wetter hatten wir wohl in Gdynia gelassen - Kalt und windig präsentierte sich der letzte Tag der Reise. Ich persönlich bin kein großer Fan von Seetagen - die Zeit geht so langsam rum - aber Zeit genug, ein Fazit über diese Kreuzfahrt zu ziehen: Unter Corona-Bedingungen ist AIDA anders, aber nicht unbedingt schlecht. Man muss sich etwas umgewöhnen - neues Kassensystem und Abläufe (Bordkarte wird gescannt und nicht mehr durch die Kasse gezogen, keine Bons zum  unterschreiben , Masken imTheatrium, "unsichtbare" Führungskräfte - sehr ruhiges Bordleben, kaum Veranstaltungen. - alles Dinge mit denen ich leben kann - allerdings ist es für mich ein Muss, das Schiff im jeweiligen Hafen auf eigene Faust verlassen zu können. Mal schauen, wann diese Möglichkeit wieder angeboten wird.

Zu erwähnen sei noch, dass wir aufgrund eines erwarteten Sturmes früher in Kiel einliefen, als vorgesehen: Schon am gegen 23 Uhr statt 7 Uhr morgens erreichten wir die Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein. Assistiert von einem Schlepper konnte AIDAluna dann gegen 0 Uhr am Liegeplatz festmachen.


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